Prosa

... am Tagesende stattete Pegelmann dem Standboxsack in seinem Keller einen längeren Besuch ab. Zu gerne hätte er seine Wut an den beiden Anwälten ausgelassen ...
... Pegelmann stand in der Dimitroffstraße und rauchte. Er lehnte am Baum hinter sich und beobachtete mit zusammen gekniffenen Augen die beiden Männer vor dem Eingang der Polizeistation. ...
... wenn du wissen willst, wie es ausgeht, musst du ein bisschen nachdenken ...
... jetzt lebte Dagan auf der Straße. Immer auf der Flucht vor der Polizei und Leuten, die sich an sein Gesicht erinnerten ...
... Moritz ist entlassen und liegt erschossen an der Mauer ...
... Senta betrat das Kinderzimmer und stellte sich neben Wendla, die an ihrem Tisch saß und offensichtlich ihre Schulaufgaben verrichtete ...
... sie kamen in der Nacht. Der Fahrer des Ford Transits schaltete die Scheinwerfer aus, bevor er in die Straße einbog ...
... Harto stützte sich auf das Fensterbrett und starrte nach draußen zur Straße hinunter. "Ich will bei der scheiß Hitze nicht hier drin sitzen." ...
... "Junge, es wird nicht besser", fauchte die Polizistin ihn an, als er nach ihr schlug ...
... Kaum nehmen sie uns den Tatort weg, passiert hier mal etwas Echtes, was man verfilmen könnte ...
... "Homomord In Leipzig", titelte es dort ...
... Jetzt hatte sie ihr Gewissen frei geredet. Was sie nicht wusste, war, dass genau zwei Straßen weiter eine Streife unterwegs war, die sich im Augenblick in ihre Richtung bewegte ...
... "Hast du nicht Zeitung gelesen? Sie haben eine Leiche gefunden ... also, die können da Spuren von uns finden." ...
... Kriminalhauptkommissar Faust Pegelmann massierte sich dem Nasenrücken. Das erste Mal seit den Anfangstagen seiner Berufslaufbahn fühlt er sich überfordert ...
... Herr Retacović wollte die Straßenseite wechseln, als ihm ein Auto in der Straße auffiel ...
... jetzt will sie ihn nicht nur mehr spüren. Sie will Teil von ihm werden. Sein Widerstand ...
... es war das erste Mal, dass sie Zorn in seinem Gesicht wahr nahm. Sie bekam Angst ...
... trotz Sonnenschein war es kalt. Die Promenade am Kanal war nahezu leer ...
... Tybalt frühstückte in einem kleinen Stehcafé in der Nähe der Universität. Belustigt belauschte er die Gespräche über Politik und Kunst um sich herum. Viele der Studenten hatten eine sehr wichtige Meinung ...
... "Ich habe keine Ahnung von Gedichten und solchen Kram. Das ist doch alles nur ein Zusammenwürfeln von Worten, die sich toll anhören." ...
... Seine Augen, dachte Angelique, seine Augen bekomme ich nie richtig hin. ...
... Der Wind wird jetzt kälter. Sie streckt beide Hände in die Luft. Sie will ihn fühlen, doch er entweicht ihrem Griff.
"Du bist wie ich", murmelt sie, "auch du gehst nur deinen Weg." ...
... dort stand jemand auf der anderen Straßenseite an die Wand gelehnt. Er warf sogar einen leichten Schatten. Eric spürte, wie sein Puls anfing zu rasen. Der Hund fing wieder an zu bellen ...
... Rote Schrift. Weißer Untergrund. Kerrmann, du Ratte. Wer würde sie bedrohen? Und wer würde dabei ihren Namen falsch schreiben? ...
... er wollte dieses furchtbare Szenario der brennenden Stadt lebendig hinter sich lassen ...
... "He, du!" Ein Mann kam von der gegenüberliegenden Seite angerannt. Er steuerte mit angespanntem Gesichtsausdruck auf Denny zu. "Gib mir die Stange!" ...
... der gepflasterte Boden unter ihm war mit buntem Konfetti übersät. Wie absurd. Hier der Tod, da das Feuer und er wunderte sich über Konfetti ...
... Denny merkte, wie die Eisenstange in seiner schwitzigen Hand rutschte ...
... er war dem Tod so nahe und jetzt versaute er sich jegliche Chance zu überleben ...
... kaum waren sie im nächst höheren Stockwerk angekommen, ging der Lärm wieder los. Geschrei. Glas zersplitterte. Kampfgeräusche ...
... in erster Linie schrie in Dennys Kopf alles nach Sicherheit und Überleben ...
... hinter dem Gewandhaus glühte es. Brannte das Ring-Café? ...
... ein Blitz. Eine Druckwelle heißer Luft. Lautes Quietschen und Kreischen der Straßenbahn, als sie mit einem lauten Knall zur Seite kippte ...
... das Ende beginnt dort, wo man nicht mehr atmen kann ...
... auf Knien bin ich nach Hause zurück gekrochen. Das ist der einzige Weg, den ich kenne ...
... "Meine Freunde nennen mich B.Rack", redete ich weiter. "Der Graffiti-Typ aus Plagwitz?" "Ja, genau der." ...
... meine Suche nach Schmerz, mein Streben nach Gefühl lässt mich jeden Tag zwischen den Blättern nach etwas suchen, was meine Aufmerksamkeit erregt, was mein Abstumpfen verneint ...
... „Wer war die Frau, die für dich angerufen hat?“, fragte meine Mutter. Sie hatte diesen strengen Zug um den Mund. „Die mit dem spanischen Akzent.“ ...
... das alles hinterlässt eine Leere in mir. Als hätte man mir Erinnerungen geklaut und mir bleibt die Mög­lichkeit verwehrt, sie zurückzuholen ...
... ein Schlüssel wurde im Schloss herum gedreht und plötzlich stand Lani mit einer Plastiktüte im Zim­mer. Sie starrte mich an. Ich verschüttete fast meinen Kaffee ...
... das erste Mal traf ich Lani auf dem Augustusplatz. Ich weiß noch ganz genau, wie sie da saß, als mein Blick auf sie fiel ...
... der Schatten der Bäume zeigte zu mir. Getrieben von zarten Lüften verneigte er sich. Wir kannten uns ...
... Veit beschloss, keine Lust mehr zu haben. Er verweigerte sich Ursache und Wirkung und kletterte auf einen Baum ...
... ich drehte mich um. Dorthin, woher der Wind kam. Ein Riss in der Luft, aus dem dieser wütende Luftzug auslief, der Personen einfrieren ließ ...
... oh Gott. Die dicke Frau da war nackt. Die Sonnenbrille rutschte zur Nasenspitze und ich starrte herüber ...
... Ein Geräusch kratzte in meiner Ohrmuschel, einem synthetischem Meeresrauschen gleich. Viel zu falsch für die Beethovenstraße ...
... es hatte Ärger gegeben. Da waren Gesichter im Glas erschienen. Lächelnd. Mit einem Auge schielend ...
... Der Höhlenmensch verewigte sich in Stein und meine Schrift, an dich gerichtet, löst sich von alleine auf ...
... schau dir einmal ihre Wunden an. Das sind keine Wun­den von Dornen. Auch kein Tier, was hier lebt, kann einen solchen Schaden anrichten ...
... sie vernahm ein Rascheln. Der Busfahrer hatte die Zeitung weg gelegt. Er stieß ein langes Stöhnen aus. Maleen hievte die Tasche hoch und schaute dem Mann ins Ge­sicht ...
... dann durch­suchte sie jeden einzelnen Raum des Hauses. Es war überall dunkel. Maleen schaltete jede Lampe an, die sie fand. Wenn jemand im Haus war, würde sie ihn finden ...
... in diesem Haus saß ein Mädchen in einem Ohrensessel direkt neben dem Fenster und las ein Buch. Dass draußen etwas aufzog, was diese Gegend hier noch nie gesehen hatte, bekam sie nicht mit, denn die Seiten des Buches hatten sie in den Bann gezogen ...
... die Wohnung war so seltsam leer gewesen, dass sie mich beschämt hatte. Selbst im Kinderzimmer hatte es keine Verzierungen oder Fensterschmuck gegeben ...
... wir können uns gar keine Stromknappheit leisten. Ohne die dauerhafte Videoüberwachung in der Innenstadt würden Gewalt und Diebstahl im Zentrum die Oberhand nehmen ...
... die Luft hier war nie wie zu Hause. Zuhause brachte das Feuer die Luft zum Zittern. Dann drehten alle dem Himmel den Rücken zu und verharrten erdnah und fern von dem Funken, der den Verstand brach ...
... ich schaute ein letztes Mal zu Frau Walther. Beim Klang meines Namens hatte sie sich aufgerichtet. Sie starrte mich an ...
... Lysette wachte auf, als ihr zweijähriger Sohn Ríos anfing ihre Schulter zu rütteln. Wahrscheinlich hat er wieder schlecht geträumt, dachte sie und öffnete die Augen ...
... das Polizeiauto fuhr langsam an mir vorbei. Das rotierende Blaulicht spiegelte sich in den eingeworfenen Fenstern des Hauses vor mir. Ich drückte auf den Auslöser ...
... Ich hatte noch nie ein Mädchen mit in die Dunkelkammer gebracht. Sie wartete nicht, bis ich vom Hocker herunterstieg, sondern schloss sofort die Tür und schaltete das Licht an ...
... Er war Soldat gewesen und Söldner geworden. Zurück nach Afghanistan. Hinein in das gleiche Leben mit einem zigfachen Verdienst ...
... mit akribischer Sorgsamkeit hatte sie die Steine über die Jahre hinweg gesammelt. Aus Angst, auch nur einen zu vergessen, transportierte sie diese stets in ihrem Mund. Kaum etwas war ihr je näher gewesen ...
... und dann sah er sie. Lange Haare umhüllten ihre Gestalt. Hellbraun. Dunkelblond. Regentropfen hatten sich auch bei ihr verirrt und die herausbrechende Sonne verfing sich in ihnen. Ihre blauen Augen warfen ihm einen Blick zu ...
... er schreitet weiter. Hirnverbrannt wie ein Genie. Ein Haufen gezähmter Musiker sitzt in einem Glaskasten. Sie pusten und sie sterben. Ihre Instrumente rosten ...
... "Ist da Carla?" Eine Frauenstimme. Ungewöhnlich. Meistens riefen die Männer an und die Frauen hörten über Lautsprecher aus dem Hintergrund zu ...
... Lincolns Bruder kam. Er musterte uns und warf Lincoln einen skeptischen Blick zu. Der zuckte mit den Schultern. Ich bekam das freilich nicht mit, weil ich immer noch Saño streichelte. Gretel erzählte es mir später ...
... später kam der Vater nach Hause. Es gab ein unfreundliches Intermezzo, weil Henny keine Werbeblättchen vorweisen konnte. Beata mischte sich ein, als Alwin seinem Sohn eine Ohrfeige gab ...
... Gegenüber vom Russen wohnte die Familie Plenkowitzsch, ihres Zeichens stolz, die Rote Armee damals bekämpft zu haben. Vater Alwin, Mutter Beata, Sohn Henrik, genannt Henny ...
... Überquert er die Straße, schaut er nicht auf den Verkehr. Mehr als einmal habe ich haarscharfe Vollbremsungen beobachtet. Der böse Mann lebt gern gefährlich ...
... Tamina-Sophie spitzte die Lippen. "In der Stadt soll's grün sein. - Die Abgase hier verhindern dir das Denken." ...
... die Tür wurde geöffnet. Ein anderer Hausbewohner verließ das Haus, starrte kurz das Mädchen an, während er den Kragen seiner Jacke richtig ordnete. "Du schon wieder." ...
... ich studiere Soziologe. Ich hasse Menschen. "Sanfte Satire", sagt Hieronymus neben mir. "Halt's Maul", sage ich ...
... er stolperte und konzentrierte danach seinen Blick auf den Boden. "Unter Protest der Ärzte", las er. "Hä, was?" Jemand hatte in weißen Lettern einen Schriftzug auf den Boden gesprüht ...
... Siebdruck hatte darauf bestanden, sich irgendwo in der Natur zu treffen. "Wer weiß, ob unsere Häuser noch von der Stasi verkabelt sind und die beim Verfassungsschutz das irgendwie weiterbenutzen." "Du bist paranoid." Florida rauchte wieder mehr in letzter Zeit ...
... ich konnte meine Schwester stundenlang beobachten. Sie erinnerte mich an den A3, den ich an der Leitplanke zerschossen hatte ...
... "Keine Kommentare über Namen!", hat ihr die Leiterin bei der Einarbeitung eingeschärft. "Jeder Kevin rettet Ihren Arbeitsplatz." ...
... "Wie bitte?" Zombiemundarten gibt es einige, aber die Sprachwissenschaftler, die sie analysieren wollen, werden immer gefressen. "Spiieeelsseug", wiederholt die Zombiefrau ...
... Sie sortierte ihre Einkäufe in der Straßenbahn und verließ diese ohne zu bemerken, dass ihr das Portemonnaie aus der Jackentasche gerutscht war. Er erhaschte ihren Sitzplatz, griff nach der ledernen Börse und steckte sie ein ...
... die verschütteten Getränke verdampften in der Wärme. Der Körperkontakt wurde ein fließender Übergang. Immer enger wurden die Kreise gezogen. Die homogene Masse pulsierte vor Leben ...
... er öffnete die Lippen. Seine Stimmbänder vibrierten in freudiger Erwartung. Das Moos ragte durch die Zähne in seine Mundhöhle ...
... seine Gedanken verweilen an der Nacht, die vor ihm liegt. Er weiß nicht wirklich, was ihn erwartet, auch wenn es nicht das erste Mal ist, dass er sich auf eine derartige Geschichte einlässt ...
... das zügige Gehen fiel mir schwer, da mir meine Winterschuhe leicht zu groß waren. Wir folgten nicht dem normalen Fußweg, sondern schlüpften zwischen den Gräbern hindurch ...
... ihr schlimmster Fall war die rennende Kakerlakenherde, ihr bester der gutaussehende Nachtportier. Wegen beidem lag sie weinend in meinen Armen ...
... in der Anfangszeit, als sie sich kennen gelernt hatten, hatte sie ununterbrochen geredet. Dabei hatte das Leuchten in ihren Augen etwas in ihm erweckt, an dessen Existenz er vorher nie geglaubt hatte ...
... Die Bäume im Park wirkten wie aufgespaltene Schwertspitzen, die in den Boden hereingestanzt worden waren, um die Grasflä­chen zu begrenzen. Das Grün des Rasens war unangenehm dunkel angelaufen und ich wünschte mir kurz, es würde schneien, damit ich es nicht sehen brauchte ...
... das Schreiben mit den Telefonnummern vom ersten Elternsprechtag zitterte in Natachas Hand. Sie wählte die Nummer. „Ja, hallo, Hellmwisch hier. Meine Tochter Sina ... sie geht in die 1. Klasse bei Frau Nagerl. Ist sie ..."
... er kam nicht zu spät, um sie zu ärgern. Sie hatte jetzt schon mal bei ihm anklingeln lassen. Ein zwei­tes Mal traute sie sich nicht ...
... "Ich hab dir gesagt, du sollst dein Maul halten.“ Er holte noch einmal aus und schlug ihr auf den Oberarm. In dem Moment touchierte der rechte Vorderreifen den Bürgersteig ...

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