Dienstag, 4. März 2014

Abgeschrieben

Spiegelschrift. Ich lese falsch. In meiner Entwicklung
verdampft so langsam, was mich gebildet hat.
Wir sind die Angeborenen.
Die Jugend trifft keine Unschuld mehr.
Vorgefertigt ist dein Weg. Ein Grab ist hier kein Ausgang.
Und was bist du jetzt Anderes für mich als
eine Aufnahme, die festhält,
ein Bild, das dich nicht altern lässt.
Aber ich kann mich erinnern. Wie durchlässig die Zeit auch ist.
Im Bildschirm schaust du fremd aus.
Die Götter, die du mit 21 kanntest, haben dich fallen gelassen.
Die Angst, die rauscht. Die Wut, die kommt.
Freunde, die mit Satzzeichen zu dir sprechen.
Die Kultur des Wilden bekommt einen Rahmen im Museum.
Dein Name ist so austauschbar, wenn du den Plan erfüllst.
Du brauchst Medizin zum Wirken.
Dein Kopf wird frei von Qual. Frei von Zweifel. Frei von Gedanken.
Wie schön kann das Leben sein, nachdem du zerschlägst.

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