Mittwoch, 6. März 2013

Allein die Kraft


Da ist ein Dreieck, das sich dreht, und die Spitze deutet auf mich. Auf einmal ist das Leben nur ein Mosaik von Augenblicken. Ich sah das Eisen rosten und die Blätter welken. Der Höhlenmensch verewigte sich in Stein und meine Schrift löst sich von alleine auf. Die Tinte zerläuft in den Fasern. Einmal auf Papier gebannt, schinden die Worte eine Brücke zu meinem Kopf. Du weißt, wie schwer Papier sein kann.
In meinen Gedanken werde ich aufgeknüpft, wenn ich mich dir nähere. Entwirre mich. Eröffne mich. Am Ende der Schachtelpuppe beginne ich erst und wie soll ich meinen Anfang überhaupt erklären? Der Pfeil zeigt zu mir. Und ich schenke dir meinen Augenblick. Das Zentrum der Welt. Die Bewegung, die dich umfließt, ist der Umschwung.
Der Laut ist so schwer. Ein Zeichen. Ein Hauch. Ein Wort.
Lass mich erhören.
Heutzutage will jeder Schöpfer sein. Zu finden aber löst Gewalt. Es trägt uns in die Bedeutung hinein. Ich möchte lieben, was existiert. Ich möchte wissen und aufgehen darin.
Wir sind der Blätterregen, der die Erde düngt. Ich denke allein an die Kraft, die aus uns wachsen kann. Allein die Kraft.

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