Donnerstag, 18. Oktober 2012

In Scharlachrot

Kein Stolz, dich hier zu haben.
Ich will mehr von dir, als du zugeben magst.
Du liebst - aber es ist mein Herz, das schlägt.
Du atmest noch und das, was ich als Rosen riechen sollte,
hat eigentlich nur Dornen.
Du windest dich mit der peinlichen Frage,
während ich mich in scharlachroter Kleidung eindecke.

Auf dem Dorffest tanzen die Mädchen in Zacken.
Die Jungs sitzen flüsternd hinter dem Bier.
Die Musik ist schrecklich und mir graut der Kopf von dem lauter Hören.
Deine Bänder geben mehr her, als ich erwartet habe.

Ich will nicht denken an die Mädchen und die Jungs,
ich will nicht wissen, ob sie atmen, riechen, lieben
und genauso dahinfließen werden wie die Alten, die leibhaftig nicht mehr da sind,
die verloren haben, was sie nie besaßen, und vergaßen, was sie jemals liebten.

Die Stimme deiner Lehre sagt dir, dass ich es bin, der du vergeben musst.
Du liebst, wofür dein Herz noch schlägt.
Du willst mehr wissen, als du zugeben kannst.

Zuviel Stolz hier zu sein.

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