Montag, 13. Februar 2012

Dichte

Mein Schritt ist so schnell geworden. Wie
taktlos. Was vorher hat mein Aug erstaunt,
kolossal wie minimal, seh ich jetzt nicht mehr.
Die Straßen werden enger. Deutscher Dichter,
renn ich an Goethe vorbei. Ich würd ihn gern
vergessen, ständ er nicht immer dort
in Blei gegossen. Ich bin denn verwirrt! Das Von ist weg,
ich renn nur noch irgendwohin und irgendwen um-
kreise ich dabei. Die Passanten, die schlurfen, die schlendern
und gehen spazieren, die heben nicht die Füße und polieren
den Boden. Es wird rutschig, es wird glatt, es wird
dunkel. Das Wasser sammelt sich in Pfützen
an den Rändern der Straße, wenn es regnet,
versenkt sich mein
Knöchel tief hinein.

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